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Hallo liebe Leserinnen und Leser,

zugegeben: Ich arbeite täglich viele Stunden an meinem Mac, und dabei fallen im Laufe eines Tages etliche Dateien an. Alles, was ich gerade aktiv bearbeite, landet bei mir auf dem Schreibtisch. Für mich ist das der beste Ort, um aktuelle Projekte schnell im Blick zu behalten – ganz subjektiv, aber in meinem Alltag funktioniert das hervorragend.

Allerdings wechsle ich regelmäßig zwischen meinem iMac und meinem MacBook, vor allem dann, wenn ich unterwegs bin. Genau deshalb lasse ich meinen Schreibtisch auch über die iCloud synchronisieren. Das ist praktisch, schnell und spart Zeit. Einen kleinen Haken gibt es aber dann, wenn sensible Dateien ins Spiel kommen, die ich aus Datenschutzgründen bewusst nicht an eine Cloud übergeben möchte.

Mir schwebte deshalb schon länger ein Ordner vor, der von der Synchronisation unberührt bleibt und in dem ich einzelne Dateien gezielt und lokal ablegen kann, ohne sie vorher extra verschlüsseln zu müssen. Für genau solche Zwecke gibt es zwar auch sehr gute Werkzeuge, mit denen sich Dateien und ganze Verzeichnisse verschlüsseln lassen. Darauf gehe ich aber in einem separaten Artikel noch einmal genauer ein.

Wie lässt sich ein Ordner von der iCloud-Synchronisation ausschließen?

Ich habe zunächst alles Mögliche ausprobiert. Rechtsklick auf den Ordner, Suche in den Systemeinstellungen, verschiedene Wege im Finder – aber nirgends fand ich eine sichtbare Option, um einen Ordner direkt von der Synchronisation auszunehmen.

Dabei ist die Lösung überraschend einfach.

Der Ordner erhält lediglich den zusätzlichen Suffix ".nosync". Genau diesen Zusatz erkennt iCloud offenbar und schließt entsprechende Ordner und Dateien von der Synchronisation aus.

Das ist kein offiziell dokumentierter Tipp von Apple, funktioniert in der Praxis bei mir bislang aber einwandfrei.

Sobald ich dem Ordner, den ich ausschließen wollte, den Suffix ".nosync" hinzugefügt hatte, wurde auf dem MacBook auch direkt das Wolkensymbol durchgestrichen dargestellt. Allein dieses kleine Symbol macht schon sehr deutlich, dass dieser Ordner nicht mehr synchronisiert wird.

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Ausprobiert habe ich das zunächst auf dem MacBook. Kurz danach habe ich auf dem Schreibtisch meines iMac nachgesehen – und tatsächlich: Alle anderen Ordner waren vorhanden, nur der ".nosync"-Ordner nicht. Genau so hatte ich mir das vorgestellt.

Praktisch ist dabei auch, dass sich dieses Verhalten nicht nur auf neu angelegte Ordner beschränkt. Der Zusatz funktioniert auch bei Inhalten, die grundsätzlich in einem von iCloud überwachten Bereich liegen.

Das Ganze klappt übrigens nicht nur mit Ordnern, sondern auch mit einzelnen Dateien. Eine Datei wie zum Beispiel bild.jpg wird ebenfalls nicht mehr synchronisiert, sobald sie den zusätzlichen Suffix erhält – also etwa bild.jpg.nosync.
Ordner od. DateiMit .nosync
Ordner 1Ordner1.nosync
bild.jpgbild.jpg.nosync
Die kleine Tabelle zeigt ganz gut, wie sich der reguläre Datei- oder Ordnername durch den zusätzlichen Suffix verändert.

Mein Praxishinweis

Wenn Du den Zusatz ".nosync" verwendest, solltest Du darauf achten, den Ordner oder die Datei bewusst zu benennen. Vor allem bei vielen Projektdateien kann man sonst schnell den Überblick verlieren.

Ich persönlich setze den Zusatz deshalb gezielt nur dort ein, wo Inhalte wirklich lokal bleiben sollen.

Fazit

Der kleine Zusatz ".nosync" ist für mich eine überraschend einfache und zugleich sehr praktische Möglichkeit, bestimmte Ordner oder Dateien gezielt von der iCloud-Synchronisation auszunehmen.

Nicht offiziell dokumentiert, aber in meinem Alltag bislang absolut zuverlässig. Gerade dann, wenn Du schnell und ohne Umwege sicherstellen möchtest, dass bestimmte Dateien Dein Gerät nicht verlassen, ist dieser Ansatz eine elegante und unkomplizte Lösung.

Wenn man weiß, wie es geht, ist das eine super schnelle Lösung, die aufgrund ihrer Einfachheit von mir 4 / 5 Daumen erhält.

Die vollen 5 Daumen gäbe es, wenn die Funktion direkt im Kontextmenü zu finden wäre und auch für Nutzer, die diesen Trick nicht kennen, intuitiv erreichbar wäre.

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Über den Autor
Sven Owsianowski aka Wattblicker
Sven Owsianowski aka Wattblicker
Softwareentwickler, Autor & Dozent (Informatik)
Ich entwickle seit den frühen Tagen des C64 Software und arbeite heute als Full‑Stack‑Entwickler, Autor und Dozent (Informatik). Meine Schwerpunkte liegen auf KI, IT‑Sicherheit und verständlichen digitalen Lösungen, die Menschen im Alltag wirklich weiterhelfen.