
Hallo und direkt weiter.
Kennst du das? Mit jedem kleinen Hilfsprogramm wandert ein weiteres Symbol in die Menüleiste deines Macs. Irgendwann wird es eng, und auf einem MacBook mit Notch1 verschwinden einzelne Symbole sogar einfach hinter der Kamera. Genau hier setzt ClearBar an.
Und das Beste gleich vorweg: Anders als manche Alternativen, die danach fragen, braucht ClearBar keine Berechtigung für Bildschirmaufnahmen. Nie.
Was macht die App so besonders?
ClearBar blendet die Symbole von Drittanbieter-Apps aus und sammelt alle in einem übersichtlichen Panel. Ein Klick genügt, und das Menü der jeweiligen App steht dir wie gewohnt zur Verfügung. Du kannst auch einfach ein paar Buchstaben tippen und die Eingabetaste drücken. Apples eigene Symbole wie Akku, WLAN, Kontrollzentrum und Uhr bleiben dabei unangetastet. Möchtest du ein Symbol dauerhaft sehen, etwa das Wetter oder den Status einer Datensicherung, ziehst du die App im Panel einfach nach oben. Beendest du ClearBar, tauchen alle ausgeblendeten Symbole wieder auf.
Richtig spannend wird es dahinter. Unter jeder App siehst du ihren aktuellen Speicherverbrauch, Hilfsprozesse eingerechnet. Alles über einem Gigabyte wird orange markiert, so fallen dir speicherhungrige Kandidaten sofort ins Auge. Direkt aus dem Panel heraus beendest du eine App, die dabei noch deine Arbeit speichern darf. Mit gedrückter Wahltaste ⌥ wird sie zwangsweise beendet2. Nutzt du Docker3, listet ClearBar sogar deine Container samt Speicherbedarf auf und stoppt sie per Klick. Das klappt mit Docker Desktop, OrbStack und Colima.
Während andere Werkzeuge vor allem Symbole sortieren, ist ClearBar also eine kleine Kontrollzentrale für die Apps hinter der Menüleiste.
Beim Datenschutz bleibt die App angenehm zurückhaltend. Sie fragt nur nach den Bedienungshilfen4, macht keine Bildschirmfotos, braucht kein Konto und sendet keine Nutzungsdaten. Den Speicher misst ClearBar nur, solange das Panel offen ist. Ins Internet geht es nur zum Aktivieren, Prüfen und Umziehen der Lizenz. Außerdem ist die App von Apple notarisiert5.
Ein ehrlicher Hinweis gehört dazu: Für das eigentliche Ausblenden nutzt ClearBar laut Hersteller eine private macOS-Schnittstelle6. Ändert Apple dort etwas, braucht ClearBar eventuell ein Update.
Wie reagiert der Entwickler?
Was mir ausgesprochen positiv aufgefallen ist: der direkte Draht zum Entwickler Vishrut. Ich hatte schon mehrfach per E-Mail Kontakt, um Ideen und Wünsche zur App zu besprechen. Die Antworten kamen jedes Mal schnell, freundlich und konstruktiv. Man merkt, dass hier jemand mit Leidenschaft bei der Sache ist und sich wirklich für das Feedback seiner Nutzer interessiert.Gerade bei kleinen Indie-Projekten ist das Gold wert. Deine Wünsche verschwinden nicht im Support-Nirwana, sondern landen direkt bei dem Menschen, der die App baut.
Ein kleiner Wunsch ist noch offen
Einen kleinen Wunsch hätte ich dann doch noch. ClearBar gibt es momentan nur auf Englisch. Das ist im Alltag kein echtes Hindernis, denn die App ist schlicht aufgebaut und schnell verstanden. Trotzdem würde ich mich über eine Übersetzung freuen, zum Beispiel ins Deutsche. Gerade für Nutzer, die mit Englisch nicht so vertraut sind, wäre das ein schönes Extra. So offen, wie Vishrut für Feedback ist, bin ich da ganz zuversichtlich.ClearBar behebt ein nerviges Problem seit macOS 26
Das Problem ist nicht neu. Schon mit macOS 26 Tahoe hat Apple so viel an der Menüleiste geändert, dass viele bekannte Aufräum-Werkzeuge plötzlich nur noch teilweise oder gar nicht mehr funktionierten. Auch mein bisheriger Menüleisten-Aufräumer hat seitdem immer wieder gezickt, und mit macOS 27 wurde es nochmal schlimmer. Damit bin ich offenbar nicht allein. ClearBar kam für mich genau zur richtigen Zeit.Wichtig für dich: ClearBar läuft unter macOS 26 Tahoe und macOS 27, und zwar nur auf Macs mit Apple Silicon7. Mit einem Intel-Mac oder macOS 15 und älter bleibst du leider außen vor.
Was kostet ClearBar aktuell?
Etwas ungewöhnlich ist die Tatsache, dass eine Lizenz nur für einen Mac gilt. Im App Store läuft ein Kauf auf all deinen Macs mit derselben Apple-ID, und viele andere Apps erlauben zumindest zwei oder drei Macs. Immerhin kannst du die ClearBar-Lizenz kostenlos auf einen neuen Mac umziehen. Ich habe mir deshalb gleich zwei Lizenzen geholt, eine für meinen iMac und eine für mein MacBook Pro.Die wichtigsten Preis- und Lizenzfakten siehst du hier auf einen Blick:
Der Eurobetrag ist nur eine Orientierung. Die Preise sind laut Hersteller bereits inklusive Steuern, abgerechnet wird nach Tageskurs, und je nach Bank können kleine Gebühren für die Umrechnung anfallen. Eine Testversion gibt es nicht, dafür bekommst du innerhalb von 14 Tagen dein Geld komplett zurück, wenn ClearBar nicht zu dir passt.
Mein Fazit
ClearBar bringt mir einen echten Mehrwert, den ich jeden Tag sehe: Ordnung. Statt eines Symbolsalats habe ich ein einziges Symbol in der Menüleiste und trotzdem jede App nur einen Klick entfernt. Seit macOS 26 und spätestens mit macOS 27 hatte ich mit meinem bisherigen Menüleisten-Aufräumer immer wieder Ärger, ClearBar läuft dagegen einfach.
Dazu kommt, was andere gar nicht bieten: Speicheranzeige pro App, Beenden mit einem Klick und sogar eine Übersicht meiner Docker-Container. Und das alles, ohne dass die App meinen Bildschirm sehen darf. Dass das Ausblenden über eine private Apple-Schnittstelle läuft und nach großen macOS-Updates eventuell ein Update braucht, nehme ich bei diesem Entwickler gern in Kauf.
Denn der Draht zu Vishrut ist für mich fast so wichtig wie die App selbst. Schnelle, freundliche Antworten und ein offenes Ohr für Wünsche, besser geht es kaum. Bei einem Einführungspreis von 5 $ gönn dem Entwickler die paar Euros. Dafür gibt es von mir verdiente fünf Sterne und den Wattblicker-Award.
Neugierig geworden? Hol dir ClearBar, solange der Einführungspreis noch gilt. Passt die App nicht zu dir, bekommst du innerhalb von 14 Tagen dein Geld zurück:
Die aktuelle Version und weitere Informationen gibt es direkt beim Entwickler.
Meine Bewertung im Einzelnen
Ich habe ClearBar selbst gekauft (zwei Lizenzen) und nutze die App seitdem regelmäßig in meinem Arbeitsalltag. Auf der Website von ClearBar bin ich mit einer eigenen Einschätzung als Nutzerstimme zitiert. Ich erhalte keine Provision, keinen Rabatt und keine Bezahlung für diesen Artikel. Meine Bewertung und die hier geschilderten Erfahrungen sind davon unabhängig.

